Archive for Juli, 2011

52 Songs # 4 – Sex

Zum vierten Thema des 52-Songs Projektes von Konnas Gedankendeponie steuere ich in dieser Woche – trommelwirbel – einen Song von Justin Timberlake bei. Ja, ich mag den. Und sein letzten Album hätte ich fast komplett zu diesem Thema posten können. Da konnte ich mich zwischen Lovestoned und FutureSex/LoveSound gar nicht entscheiden. SexyBack wäre zu vorhersehbar in diesem Zusammenhang.

Justin Timberlake – FutureSex/LoveSound

Noel Gallagher’s High Flying Birds – The death of you and me

Okay, es ist nicht die große Musik. Sie haut mich weder vom Hocker, noch kann sie mich begeistern. Aber als ehemals großer Oasis-Anhänger ist es ja so schwierig zu glauben, dass Noel und Liam keine Musik mehr miteinander machen und stattdessen zweitklassig auf unterschiedlichen Hochzeiten tanzen, die bereits jetzt den Stempel “Scheidung” tragen. Noels Versuch klingt wie gut gemeinter Stream-Pop mit einem verzweifelten Versuch von Rhythmus. Aber ehrlich, Noel. Dafür dass Du der Kopf von Oasis sein wolltest, ist nun vieles in der Entwicklung der Band klar geworden. Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf.

52 Songs # 3 – Partystimmung

Die dritte Runde von Konnas Aktion „52 Songs“ beschäftigt sich mit dem Thema Partystimmung. Keine leichte Aufgabe, da ich nicht zu der groß feiernden Bevölkerung gehöre und auch eher ruhige, chillige Musik höre. Also das absolute Gegenteil. Aber überraschenderweise hat meine Musiksammlung vielmehr Stimmungslieder, als ich vermutet hätte. Ich hätte folgende Dinge in die engere Auswahl ziehen können:

1. The Killers – Joy ride
2. La BrassBanda – Bierzelt
3. Paolo Nutini – 10/10
4. irgendwas von MGMT oder Empire of the sun
5. The Ting Tings – Great DJ oder That’s not my name
6. Paul Kalkbrenner – Sky and Sand
7. irgendwas von The Gossip

Alles aber irgendwie so eine Verlegenheitswahl.

Aber es kommt ja noch viel besser! Ich verfüge ja über das grandiose Album von VV Brown – Travelling like the light. Und gibt es auf diesem Planeten jemanden der mehr rockt und bessere Laune verbreitet als VV Brown? Also, außer mir natürlich. ;-) Und vielleicht noch Beth Dito …  Aber die ist jetzt so – Nun ja, so Karl Lagerfeld.

VV Brown – Shark in the water

52 Songs #2 – Regen

Nun zur zweiten Runde von 52 Songs hat sich Julia das Thema Regen gewünscht.
Spontan fielen mir hierzu drei Songs ein:

  • Why does it always rain on me von Travis
  •  It’s raining men von den Weather Girls und
  • in Anlehnung an letzte Woche It’s raining again von Supertramp.

Allerdings habe ich mich schlussendlich für etwas anderes entschieden.

Früher, als der Regen noch öfter sauer roch, weil er die Überreste aus Tschernobyl nach Deutschland trug und ich in meinem Zimmer hocken und die Wand anstarren musste, habe ich ich den Regen gehasst. Draußen Spielen wurde unmöglich. Jedwedes Spielzeug, dass nicht frühzeitig in die Wohnung gekommen ist, musste entweder stundenlang gesäubert werden oder wurde kurzerhand von meinen Eltern entsorgt. Nein! Der Regen war in meiner Kindheit nicht mein Freund.

Je älter ich wurde, umso mehr änderte sich das. In meiner melancholischen Jugend, die jeden Weltschmerz für mich reservierte, den ein junger Mensch auf sich laden konnte, leistete mir der Regen viele Nächte Gesellschaft. Häufig wechselte ich von meinem Bett auf den Balkon, um den Regentropfen bei ihrem Aufschlag auf den Blättern der Bäume zu lauschen.

Heute ist der Regen mit ein ebenso guter Freund, wie die Sonne. Ich persönlich bin erklärter Fan aller Jahreszeiten, aber am liebsten habe ich den Herbst. Wenn das Laub von den Bäumen fällt, der Himmel sich in den verschiedensten Grautönen färbt und der Regen unablässig die Hitze des Sommers wegspült.

Jochen Distelmeyer – Regen (Radio Edit)

52 Songs #1 – Guten Morgen

Konnas erstes Thema für sein frisch gestartetes Projekt 52 Songs heißt passender Weise “Guten Morgen”. Eine eingängige Grußformel des zivilisierten Morgenlandes, die den lieben Mitmenschen zwar täglich, aber auf unterschiedliche Art und Weisen über die Lippen kommt.
So nuschelt der eine es, noch vom Kater des Vorabends gezeichnet, unverständlich vor sich hin, während wieder ein anderer mit einem ruppigen „Morgen!“ vor der Bürotür skandiert (was ich ungefähr so sehr hasse, wie „Mahlzeit!“. Ganz ehrlich – „Mahlzeit!“ ist der Untergang des guten Benehmens). Aber am allerschlimmsten sind die Nicht-Grüßer, die es entweder gar nicht nötig haben, freundlich zu sein oder die es einfach nicht tun.

Morgenstund hat Gold im Mund. Eine Annahme, die ich in all meinen Lebensjahren nicht bestätigen kann, immerhin bin ich geübter Morgenmuffel und gehöre zu der Kategorie des schläfrigen „Morgen“-Brummers, der mit der letzten, zur Verfügung stehenden Kraftreserve das „Morgen“ ins Großbüro schallen läst, um dann anschließend das Gehirn bis ca. 11 Uhr in einen gewissen Dämmerschlaf zu versetzen. Da ich kein Kaffeetrinker bin, kann ich meinen Köroper auch nicht über eine erhöhte Koffeinzuführung in einen exogenen Schockzustand bringen.

Somit benötige ich zum Morgen einen erfrischenden, mitnehmenden Song. Am besten im stakatoartigen Rhythmus.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich wähle einen Song für diese Runde, der nichts mit dem vorgenannten zu tun hat, aber einer anderen – eher medizinischen – Weisheit entspringt: Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.
Und weil ich gerade auf einem frisch wiederkehrenden Supertramp-Trip bin, der mich an meine besten Kindheitstage erinnert, entscheide ich mich für:

Supertramp – Breakfast in Amerika