Eigentlich sollte es in der Sommerzeit fröhlichere und beschwingendere Töne in die Timeline schaffen. Schaue ich aus dem Fenster würden diese Sommermelodien nicht zu der Tragödie an Wetterlage passen. Deswegen kann man die herbstliche Musik ruhig vorziehen. Dachte sich vermutlich auch Josh Ritter, der im Juni, dem ersten Sommermonat des Jahres, sein mittlerweile sechstes Album in die Massen warf. Daher sitze ich nun hier und höre neben Norman Palm und den Avett Brothers die Folkplatte “So runs the world away”.
Wohin rennt die Welt? In das “Folk Bloodbath” oder in “Another new world”?
Die Songs auf dem Album nehmen einen mit auf diese unglaubliche Reise von sanften Melodien und der zaghaften Stimme von Josh Ritter. Jedes Lied klingt zerbrechlich, wie in einer Glaskugel, die nicht zu fest geschüttelt werden darf. Märchenhaft sind auch die kleinen Geschichten, die jeder Song mit dem Minimalismus an Instrumentalisierung untermalt erzählt.
Die Genres geben sich gefällig die Klinke in die Hand. So kommen wir am Anfang mit melodischen Balladen davon, steigern uns über verzerrten Sprechgesang (Rattling Locks) hin zu den typisch amerikanischen Countryelementen (Folk Bloodbath). Trotzdem wirkt die Platte nicht wie ein wildes Sammelsurium an übrig gebliebenen Stücken, sondern fügt sich zu einem stimmigen Ganzen zusammen.
Josh Ritter – Folk Bloodbath

Kenne ich noch gar nicht, werde aber die Woche mal reinhören.
Bisher ging der Sommer doch eigentlich. OK, nun ist es etwas deprimierend, aber ansonsten war es doch so mittelgut.
P.S. Schöner “Kommentieren-Button”
PS: Ja, vielen Dank nochmal. So sieht der Abschnitt doch viel vollständiger aus.