Blogparade // Musik des Jahres 2011
cimddwc ruft wie bereits in den Vorjahren dazu auf einen musikalischen Seelenstriptease loszulassen und nachdem ich nun keine einzige wirklich musikalisch verbrochene Liste für 2011 aufgestellt habe, kommt diese Aktion wie gerufen.
Ich selbst bin schon etwas spät dran, aber wenn ihr ein schnelles Tipphändchen habt, könnt ihr bis heute 24 Uhr (oder genauer 23:59 Uhr) noch teilnehmen.
Gefragt sind:
- Der Song des Jahres
- Das Album des Jahres
- Das Live-Konzert des Jahres (alternativ beste Live-CD/DVD)
Song des Jahres 2011
Ich unterscheide hierbei mal nach der “offiziellen” Last.fm-Statistik und dem Herzenssong 2011.
nach Last.fm // Jupiter Jones – Still
Manchmal sind es einfach die Texte die bewegen. In “Still” hauen mich einfach diese Zeilen im Refrain um: “Ich habe soviel gehört und doch kommts niemals bei mir an, das ist der Grund warum ich nachts nicht schlafen kann. Wenn ich auch tausend Lieder vom Vermissen schreib’, heißt das noch nicht, das ich versteh warum dieses Gefühl für immer bleibt.”
Darin liegt viel Ehrlichkeit und auch die Darstellung der Verlustängste, die uns alle auf die ein oder andere Art quälen. Toller Song, der leider zu kommerziell geworden ist.
Herzenssong // Philipp Poisel – Eiserner Steeg
Manchmal liest oder hört man Texte bei denen man denkt: ja, genau. Das ist das Gefühl, das ich nie in Worte fassen konnte. Und dann kommen Menschen wie Philipp Poisel und singen sie einem vor und man denkt: wie einfach es eigentlich gewesen wäre sie zu schreiben. Auch hier ist thematisch ein ähnlicher Bezug wie bei “Still” von Jupiter Jones. Vielleicht ist das die Zusammenfassung meines Jahres 2011 – Endgültigkeit, Kontrollverlust und Unerreichbarkeit.
Album des Jahres 2011
nach Last.fm und von Herzen // Bon Iver – Bon Iver
Ja, Justin Vernon hat mein Herz erobert – und das nicht erst 2011. Ich glaube behaupten zu können, dass “For Emma, forever ago” mich erst von den Mainstream Wegen abgebracht hat und mir eine vollkommen neue, musikalische Welt gezeigt hat. Das fing mit ähnlichen Künstlern an, führte über eine Vielzahl von Musikblogs die ich heute noch gerne lese und endet in der Tatsache, dass ich Radio nur noch im Auto sekundär konsumiere.
Bon Ivers zweites Album hat sich stilistisch verändert, strahlt aber immer noch mit feinfühliger Intensität ins Herzen, was dem Album eine Menge Wärme und positive Anreize verleiht. Es gibt keine schönere Musik, um sich selbst im Inneren zu spüren. Genau aus dem Grunde ist dies das Album des Jahres 2011 – auch von Herzen.
Live-Konzert des Jahres 2011
Tja, das wäre – so oder so – das Bon Iver Konzert in Köln geworden, denn es war die einzige Konzertkarte, die ich in diesem Jahr gekauft habe. Allerdings bin ich krankheitsbedingt leider nicht zu dem Besuch gekommen.
Aber ich bin sicher, dass sich in näherer oder weiterer Zukunft eine Möglichkeit ergeben wird, ihn noch mal zu erleben.


